In Wiesbaden existieren sieben jüdische Friedhöfe. Der Älteste befindet sich an der „Schönen Aussicht“. Er wurde 1750 gegründet und musste 1890 geschlossen werden, weil kein Platz für weitere Beerdigungen war. Vor 1750 mussten die Wiesbadener Juden nach Taunusstein-Wehen, um ihre Verstorbenen auf dem dortigen Friedhof beizusetzen.

Nach 1890 entstanden die jüdischen Friedhöfe in Bierstadt, Biebrich und Schierstein sowie der an der Platter Straße, der heute noch von der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden genutzt wird.

Eine Besonderheit ist der jüdische Friedhof am Hellkundweg. Hier befinden sich die Gräber von den gesetztestreuen jüdischen Familien, die 1878 die Alt-Israelitische Gemeinde gegründet hatten.

Im Hebräischen wird der Friedhof „Haus des Lebens“ oder „Haus der Ewigkeit“ genannt. Jüdische Gräber werden im Gegensatz zu denen auf kommunalen Friedhöfen nicht aufgelöst.

Mehr zur Geschichte des jüdischen Friedhofs „Schöne Aussicht“ in Wiesbaden finden Sie in unserer Onlineausstellung:

Bild: Jüdischer Friedhof „Schöne Aussicht“ Wiesbaden 2020. Fotografin: Natalie Sommer, al-plus, büro für gestaltung

Text: Dr. Katherine Lukat, Stadtarchiv Wiesbaden

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